Wohnformen im Alter

Wir beantworten Ihre Fragen


  1. Die 5 häufigsten Wohnformen im Alter
    1. Senioren-WG

    2. Betreutes Wohnen

    3. Mehrgenerationenhaus

    4. Senioren- oder Pflegeheim
       
    5. Verbleib zu Hause
  2. Kosten und Beratungsmöglichkeiten
  3. „Wohnen gegen Hilfe“ als innovativer Gegenentwurf



Wissenswertes zu Wohnformen im Alter

1. Die 5 häufigsten Wohnformen für Senioren

Wer altersgerecht wohnen möchte, hat attraktive Optionen. Um die passende Wohnform im Alter zu finden, sollten Sie die jeweiligen Vor- und Nachteile gründlich abwägen. Beziehen Sie dabei immer Ihre individuelle Situation ein. Die individuelle körperliche und geistige Verfassung ist genauso wichtig wie die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Je nach persönlichen Vorlieben und Lebensvorstellungen stehen folgende Wohnmodelle zur Auswahl:
  • Senioren-WG
  • Betreutes Wohnen
  • Mehrgenerationenhaus
  • Senioren- oder Pflegeheim
  • Verbleib zu Hause
 
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a. Senioren-WG

In einer Senioren-WG wohnen die Bewohner wie in einer klassischen Wohngemeinschaft zusammen. Es gibt sowohl Senioren-WGs in denen jeder eine eigene Wohneinheit hat als auch solche, in denen es einzelne Zimmer und Gemeinschaftsräume gibt. In einer Senioren-WG leben ältere Menschen in einer Gemeinschaft, sodass soziale Interaktionen erhalten bleiben. Zudem bietet die Senioren-WG finanzielle Vorteile, denn die Wohnkosten werden auf mehrere Personen verteilt. Die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, reduziert den Pflegebedarf und kann im Notfall sogar Leben retten. Kompromissbereitschaft und Toleranz gegenüber den Mitbewohnern sind zwingende Voraussetzungen, um in einer Senioren-WG zufrieden zu leben.

b. Betreutes Wohnen

Beim betreuten Wohnen leben Sie in einer eigenen Wohnung, eingegliedert in einer Wohnanlage speziell für Senioren. Pflegepersonal, Haushaltsdienste und Freizeitangebote stehen zur Verfügung. Das betreute Wohnen bietet altersgerechtes, barrierefreies Wohnen. Medizinische und pflegerische Versorgung sind rund um die Uhr sichergestellt, hinzu kommen diverse Freizeitangebote. Ein weiterer Vorteil: Senioren im betreuten Wohnen genießen ein hohes Maß an Privatsphäre.

c. Mehrgenerationenhaus

Im Mehrgenerationenhaus leben Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Die Bewohner haben eigene Wohneinheiten oder Zimmer und unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Soziale Interaktionen stehen bei dieser Wohnform im Vordergrund und können den Alltag aller Mitbewohner bereichern. Genau wie die Senioren-WG bietet auch das Mehrgenerationenhaus den Vorteil der Kostenteilung. Im Notfall ist fast immer Hilfe zur Stelle und die gegenseitige Unterstützung macht im Alltag vieles einfacher. Aber Kompromissbereitschaft und Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen sind für diese Wohnform grundlegende Voraussetzungen.

d. Senioren- oderPflegeheim

Das Senioren- oder Pflegeheim kommt vor allem für Menschen mit hohem Hilfebedarf infrage, da es eine Rundum-Betreuung garantiert. Pflegeheime bieten altersgerechtes Wohnen ohne Barrieren. Es stehen Hilfsangebote zur Verfügung, die die medizinische und pflegerische Versorgung sicherstellen. Hinzu kommen diverse Freizeitangebote. Während Senioren im betreuten Wohnen ein hohes Maß an Privatsphäre genießen, bleibt im Seniorenheim weniger Raum für Individualität.

e. Verbleib zu Hause

Fällt die Entscheidung auf den Verbleib in der eigenen Immobilie, werden je nach körperlichen Voraussetzungen Umbauten notwendig. Die Verbreiterung von Türrahmen, der Abbau von Trittschwellen im Badezimmer, der Einbau eines Treppenlifts: All diese Maßnahmen können notwendig sein, um die Wohnung barrierefrei umzugestalten. Umfassende Informationen finden Sie in unserem Beitrag zum Wohnen im Alter.

Besteht Pflegebedarf, muss ein professioneller Pflegedienst oder ein pflegender Angehöriger gefunden werden. Alles in allem kann ein hoher Aufwand entstehen – mit dem großen Vorteil, dass die Person im langjährig vertrauten Umfeld bleiben kann. Das gibt ihr zum einen Sicherheit und ermöglicht zum anderen ein hohes Maß an Selbstständigkeit, zum Beispiel in der freien Gestaltung des Tagesablaufs. Dies birgt aber auch Gefahren: Falls ein soziales Netzwerk fehlt, können Senioren in ihren eigenen vier Wänden sehr einsam werden. Falls eine Unterstützung durch pflegende Angehörige notwendig ist, sollten Sie gründlich durchdenken, welche Belastung dies für beide Seiten möglicherweise nach sich zieht.

2. Kosten und Beratungsmöglichkeiten

Die Höhe der zu erwartenden Kosten ist ein entscheidender, oftmals leider auch begrenzender Faktor bei der Wahl der passenden Wohnform im Alter. Das Leben in einer Senioren-WG oder in einem Mehrgenerationenhaus ist vergleichsweise günstig, wesentlich teurer sind das betreute Wohnen und das Seniorenheim. Bei der Entscheidung für die bisherige Wohnung können Umbaukosten und Zahlungen für einen Pflegedienst anfallen. Wie hoch die Kosten im Einzelnen ausfallen, muss individuell errechnet werden. Beratung erhalten Sie im Seniorenbüro Ihrer Gemeinde sowie bei Wohlfahrtsverbänden und Pflegediensten. Häufig bieten diese Einrichtungen auch eine Beratung bei Ihnen zu Hause an.
Um den Verbleib in der Immobilie zu planen, ist es ratsam sich mit Fachleuten zu dem Thema Umbau und Kostenschätzung auseinanderzusetzen. Unsere Immobilienberater können Sie hier unterstützen. Oft muss auch ein Verkauf geplant werden. Auch hier stehen unsere Berater mit Rat und Tat zur Seite. Gerade die Wertermittlung der Immobilie kann helfen, die richtige Wohnform zu finden und das Budget festzulegen.

3. „Wohnen gegen Hilfe“ als innovativer Gegenentwurf

Zu den klassischen Wohnformen für Senioren gibt es innovative Gegenentwürfe, beispielsweise das Konzept „Wohnen gegen Hilfe“. Berufstätige mit geringem Einkommen leben in einem Haushalt mit Senioren. Im Gegenzug für einen günstigen Mietpreis leisten die Jüngeren den Senioren Unterstützung im Alltag. Vorteile dieser Wohnform sind der soziale Kontakt, die Verfügbarkeit einer Ansprechperson für Notfälle und die Hilfe im Haushalt.

Gern stehen wir Ihnen für weitere Fragen persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 040 - 350 80 20.

Alternativ können Sie gern eine E-Mail an info@grossmann-berger.de senden.


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