G&B-Preisprognosen für 2020 bestätigen sich trotz Corona

Hamburg/Lüneburg und Umland: Wohn-Immobilien Bestand 2020


Pressemitteilung | Hamburg/Lüneburg
09.12.2020


2020 entpuppte sich angesichts der Corona-Pandemie als Ausnahmejahr. Anders als von einigen Branchenvertretern erwartet, trat dadurch sowohl auf dem Hamburger als auch auf dem Lüneburger Markt für Bestandswohnimmobilien aber keine Trendwende bei der Preisentwicklung ein. Ungeachtet der Corona-Eindämmungsmaßnahmen und deren Folgen kletterten die Preise in diesem Marktsegment auch nach der Schockstarre im Frühjahr weiter. „Unsere Preisprognosen für dieses Jahr haben sich trotz Corona bestätigt. Schon vor der Pandemie war attraktiver Wohnraum in Hamburg und Lüneburg sehr gefragt. Corona hat der Nachfrage aber nochmal einen richtigen Schub gegeben“, resümiert Lars Seidel, Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Grossmann & Berger.


G&B-Preistrend 2020 bestätigt sich

  • Das durchschnittliche Preisplus bei Bestands-Häusern** in Hamburg betrug im Stadtgebiet wie vorhergesagt 2,1 % und im Umland 6,3 %.
  • Bestands-Eigentumswohnungen* verteuerten sich im Hamburger Stadtgebiet um durchschnittlich 7,0 %, im Umland um 6,3 %.
  • Wie prognostiziert betrug das durchschnittliche Preisplus bei Bestands-Häusern** im Lüneburger Stadtgebiet 6,9 % und im Umland 7,2 %.
  • Bestands-Eigentumswohnungen* wiederum legten preislich in Lüneburg selbst um durchschnittlich 6,5 % zu, im Umland um 7,3 %.
  • In den Top-Lagen von Lüneburg fielen die Steigerungsraten insgesamt sogar wesentlich höher aus als erwartet.

Grafik G&B-Preistrend Bestandswohnimmobilien Lüneburg 2016-2020

Grafik G&B-Preistrend Bestandswohnimmobilien 2016-2020

















Preisprognosen unmöglich

„Seriöse und räumlich differenzierte Prognosen für 2021 sind aufgrund der ungewissen pandemischen Entwicklung unmöglich. Alles hängt davon ab, wie lange die Einschränkungen andauern, wann ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist und wie deutlich die wirtschaftlichen Folgen ausfallen“, so Seidel weiter. Aus diesem Grund verschiebt Grossmann & Berger die Publikation seiner jährlichen Hamburg- und Lüneburg-Marktberichte für Bestandswohnimmobilien auf das Frühjahr 2021.
 

Aufgeschlossenheit weicht Homeoffice-Müdigkeit

Corona hat die Wohn- und Arbeitssphären räumlich verschmelzen lassen – je nachdem, ob Homeoffice in einem Unternehmen bereits vor der Pandemie gängige Praxis war, entweder zum ersten Mal überhaupt oder noch stärker als vorher. „Am Anfang waren die meisten Arbeitnehmer von der größeren Autonomie durch die Arbeit zuhause begeistert, auch wenn die Begleitumstände durch Corona alles andere als angenehm waren“, hat Andreas Gnielka beobachtet, Bereichsleiter Wohnen Bestand bei Grossmann & Berger. „Nach einer längeren Homeoffice-Phase haben sich jedoch auch die Grenzen dieses Arbeitsorganisationsmodells herauskristallisiert. Mittlerweile hat die anfängliche Begeisterung bei vielen Beschäftigten spürbar nachgelassen.“ Denn häufig fehlen in der bestehenden Wohnsituation Rückzugsmöglichkeiten für die Arbeit, eine etablierte Arbeitsinfrastruktur und der persönliche Austausch mit Kollegen. Außerhalb der Stadtgebiete gibt es darüber hinaus keine flächendeckende Internetbreitbandanbindung, was die Arbeit zuhause teilweise extrem verlangsamt.

 

Foto Villa in Lüneburg-OedemeMehr Platz, mehr Umland

Daher hat sich die Nachfrage nach Bestandswohnimmobilien in Hamburg und Lüneburg bereits deutlich verändert:
  1. Bewohner wünschen sich in ihrem Zuhause mehr Platz und mehr Großzügigkeit, ein separates Arbeits- oder Gästezimmer sowie einen Balkon oder Garten.
  2. Interessenten fragen wesentlich häufiger Grundstücke und Einfamilienhäuser an. Daher dürften die Preise für Einfamilienhäuser künftig stärker zulegen als die für andere Immobilientypen.
  3. Umland und Stadtrandlagen haben deutlich an Beliebtheit gewonnen.
„Vor der Pandemie war das Umland häufig ein Kompromiss wegen der hohen Preise in Hamburg und Lüneburg. Jetzt suchen viel mehr Käufer gezielt im Umland“, so Gnielka. „An eine nachhaltige Stadtflucht durch dauerhaftes Homeoffice glauben wir aber nicht. Die Rahmenbedingungen dafür stimmen einfach noch nicht überall. Stattdessen gehen wir davon aus, dass die räumliche Verschmelzung von Wohnen und Arbeiten bestehen bleibt und wir hier bereits mitten in einem Paradigmenwechsel stecken.“

 

Digitalisierungs-Schub in der Immobilienbranche

Die Pandemie hat auch die Digitalisierung des Immobiliengeschäfts signifikant beschleunigt. „Außer unserem bestehenden digitalen Immobilienbewertungs-Tool für eine erste Preiseinschätzung bieten wir jetzt auch eine kontaktlose, umfassende Preisermittlung an. In Frage kommende Immobilien besichtigen Interessenten seit Corona virtuell via 360-Grad-Rundgang oder Videotelefonie. Mittlerweile klären unsere Kunden alles digital ab, bevor sie persönlich mit uns Kontakt aufnehmen“, stellt Seidel fest. Daher hat der Immobiliendienstleister seine digitalen Beratungsangebote langfristig ausgebaut. „Flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren wird noch wichtiger als vor der Pandemie, auch angesichts weiterer gesetzlicher Änderungen wie zum Beispiel der Courtageteilung beim Kauf von Wohnimmobilien.“
 

Die Bestandswohnimmobilien-Marktberichte Hamburg und Lüneburg 2019/2020 stehen weiterhin auf unserer Website zum Download bereit. Die nächsten Ausgaben erscheinen voraussichtlich im Frühjahr 2021.


G&B-Preistrend:

Einschätzung der erzielbaren Preise für Standard-Immobilien mit guter Bausubstanz und Ausstattung in guter Wohnlage:
* Standard-Eigentumswohnung: bezugsfrei, 3 Zimmer, rund 80 m² Wfl., 1. OG, Aufzug, Einbauküche
** Standard-Einfamilienhaus: freistehend, mit Keller, mind. 130 m² Wfl., lagetypische Grundstücksgröße

Pressekontakt

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Britt Finke


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