Grossmann & Berger relauncht Magazin „Quadratmeter“

Interview über den Hintergrund des Relaunchs und den Verzicht auf Objektangebote


News | Hamburg/Berlin
14.05.2020


Im Herbst 2008 hat Grossmann & Berger die erste Ausgabe des „Quadratmeter“-Magazins herausgebracht. Seitdem erscheint es immer im Frühjahr und Herbst. Mittlerweile ist das Magazin über ein Jahrzehnt alt und wurde gerade komplett „renoviert“. Was es mit dem Relaunch auf sich hat, berichten Leiterin Zentrales Marketing Folke Seifert und Claudia Lüersen, Geschäftsführerin der umsetzenden Content-Marketing-Agentur Companions, im Interview mit Pressereferentin Britt Finke.

 

Das neue „Quadratmeter“-Magazin von Grossmann & Berger wurde 2020 komplett „renoviert“ und kommt nach dem Relaunch ohne klassische Immobilienangebote heraus, dafür aber mit Geschichten über Menschen und Konzepte, die Lebens- und Arbeitsräume zukunftsfähig machen. Bildquelle: Grossmann & Berger GmbH.Britt Finke: Das Erscheinungsbild des „Quadratmeter“-Magazins wurde zuletzt im Frühjahr 2018 angepasst. Warum nun ein erneuter Relaunch?

Folke Seifert: Vor zwei Jahren haben wir das Magazin lediglich unserem damals neuen Corporate Design angepasst. Das war mehr ein Refresh als ein wirklicher Relaunch. Zu diesem Zeitpunkt stand aber schon fest, dass wir das Magazin auch inhaltlich komplett überarbeiten wollen. Das Thema Content hat ja enorm an Bedeutung gewonnen in den letzten Jahren. Darum war es uns sehr wichtig, diesem Trend auch mit unserem Kundenmagazin gerecht zu werden, und stärker darauf zu setzen, was unsere Leser wirklich interessiert.
 

Finke: Wie sind Sie beim Relaunch vorgegangen?

Seifert: Im ersten Step haben wir ein Marktforschungsinstitut beauftragt, das unsere Kunden und Leser des Magazins online nach ihrer Meinung gefragt hat. In erster Linie wollten wir wissen, wie sie die bisherigen Inhalte bewerten und was sie sich von dem Magazin eines Immobilienmaklers wünschen. Das Ergebnis war eindeutig: Neben zahlreichen Wünschen zu Immobilienthemen waren Aktualität und Relevanz für alle die wichtigsten Faktoren. In einem anschließenden internen Workshop, in den alle Vertriebsbereiche involviert waren, und einem Agentur-Pitch haben wir konsequent alles noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Wir wollten sichergehen, dass sowohl die Wünsche unserer Kunden als auch die Ideen unserer Kollegen in das neue Konzept eingebunden werden und das Magazin wirklich einen Schritt nach vorne macht.

Folke Seifert (Grossmann & Berger, Mitte) und Claudia Lüersen (Companions, links) berichten im Interview mit Britt Finke (Grossmann & Berger, rechts) über den Relaunch des Magazins „Quadratmeter“ von Grossmann & Berger. Das Interview fand am 5. Mai im „Frachtraum“ am Neuen Wall 34 in Hamburg statt. Bildquelle: Content Fleet GmbH/Oliver Doll.Finke: Was ist neben dem neuen „Look and feel“ die wichtigste Veränderung?

Seifert: Wir verzichten komplett auf klassische Objektangebote. Soweit wir wissen als erster und einziger Makler. Vorher haben sie fast die Hälfte des Magazins ausgemacht. Die Ergebnisse der Kundenbefragung haben uns darin bestärkt, hier neue Wege zu gehen. Zumal unser Immobilienportfolio auf unserer Website immer tagesaktuell ist. Hier können wir den Wunsch unserer Kunden nach Aktualität einlösen, was bei einem gedruckten Magazin, das zwei Mal im Jahr erscheint, nicht möglich ist. Kunden, die aktiv auf der Suche nach einer Immobilie sind, können auf unserer Website außerdem einen individuellen Suchauftrag aktivieren.

Claudia Lüersen: Den klassischen Immobilienteil vollständig wegzulassen, war ein mutiger Schritt von Grossmann & Berger und bereits Bestandteil unseres Briefings. Daneben gab es eine zweite Veränderung, die sich durch das ganze Magazin zieht. Grossmann & Berger erzählt jetzt konsequent in Geschichten und bettet Informationen in einen unterhaltsamen, aktuellen Kontext mit Mehrwert für den Leser ein.
 

Finke: Frau Lüersen, Companions hat ja schon einige Berührungspunkte mit der Maklerbranche. Was war das Besondere am „Quadratmeter“-Relaunch?

Lüersen: Wir hatten bei Grossmann & Berger mit sehr vielen Ansprechpartnern unterschiedlicher Ebenen zu tun. Dadurch haben wir das Unternehmen sehr gut kennengelernt. Dabei ist die Bandbreite von Dienstleistungen und Themen deutlich geworden, die Grossmann & Berger anbietet und zu denen das Unternehmen etwas sagen und Stellung beziehen kann. Mobilität zum Beispiel, Stadtentwicklung oder Start-ups in Hamburg. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Magazin wider.
 

Leiterin Zentrales Marketing Folke Seifert hat den Relaunch des Magazins „Quadratmeter“ von Grossmann & Berger verantwortet. Bildquelle: Content Fleet GmbH/Oliver Doll.Finke: Der Prozess zwischen Kick-off und Druck ist lang. Gab es zwischendurch erste Learnings?

Seifert: Wir hatten ursprünglich eine Rubrik geplant, die Geschichten über unsere Kunden in ihrer neuen Immobilie erzählt. Bei der Umsetzung haben wir aber schnell gemerkt, dass sich Eigentümer in Hamburg scheuen, Einblicke in ihr neues Zuhause zu geben. Deswegen haben wir den Fokus stärker auf unsere Dienstleistungen gelegt. Jetzt schildern wir in der ersten Ausgabe in zwei Geschichten, wie unsere Makler Kunden bei der Suche begleiten und welche Herausforderungen dabei auf sie warten.

Lüersen: Die aktuelle Titelstory zur „Smart Mobility“ beispielsweise fasst das Thema Immobilie sehr weit. Das ist bereits in die Zukunft gedacht, denn in unserer immer stärker digital vernetzten Welt ist unsere „Gebaute Umwelt“ nicht mehr vereinzelt zu betrachten. Wir haben alle in den letzten Wochen gelernt, wie interessant mobile Einrichtungskonzepte sind, wenn zum Beispiel der Arbeitsplatz kurzfristig nach Hause verlegt werden muss. Wenn ich beispielsweise eine relativ betagte Immobilie erwerbe und zeitgemäß umbauen möchte, sollte ich diese Möglichkeiten kennen. Und brauche ich zukünftig eine eigene Ladestation für meinen Pkw oder im Sinne der „Sharing Economy“ gerade nicht? Auch bei diesen Fragen muss ein Makler mit umfassendem Beratungsanspruch kompetent mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei jedem Thema, das wir anpacken, gilt es abzuklopfen, was genau der Kunde an Kompetenz dazu von einem Unternehmen voller Immobilienexperten, das Grossmann & Berger ja ist, erwarten kann.

 

Finke: Was ist Ihre Lieblingsseite oder -geschichte und warum?

Seifert: Mir gefällt die Geschichte „Ein Fall für Kessemeier und Hansen“ am besten. Hier zeigt ein Blick hinter die Kulissen, dass unsere Makler ihre Kunden teilweise über Jahre begleiten, um auch für knifflige, komplexe Anfragen Lösungen und geeignete Flächen finden. Und es wird gleichzeitig deutlich, mit wieviel Emotionen und Herzblut ein Auftrag verbunden sein kann.

Lüersen: Meine Lieblingsseite ist das „Editorial“. Durch die Corona-Pandemie haben wir sehr lange am Text gefeilt. Außerdem mussten wir quasi in letzter Minute eine neue Persönlichkeit für den „Besichtigungstermin“ finden. Cornelia Poletto hat viel Spaß an der Lektüre des neuen „Quadratmeter“-Magazins gehabt und das merkt man ihrem Text auch an – eine schöne redaktionelle Erfahrung!
 

Britt Finke (Grossmann & Berger, rechts) fragt Folke Seifert (Grossmann & Berger, Mitte) und Claudia Lüersen (Companions, links) nach Details zum Relaunch des „Quadratmeter“-Magazins von Grossmann & Berger. Bildquelle: Content Fleet GmbH/Oliver Doll.Finke: Onlineangebote sind auf dem Vormarsch und verdrängen Printprodukte mehr und mehr. Warum bringen Sie weiterhin ein gedrucktes Magazin heraus?

Seifert: Wir haben uns zu diesem Zeitpunkt ganz bewusst für eine Printausgabe entschieden. Wenn wir „Quadratmeter“ nur noch online rausbringen würden, könnten wir einen wichtigen Teil unserer älteren Leser nicht mehr erreichen. Gleichzeitig haben wir auch viele jüngere Kunden, die mittlerweile wieder gerne zu gedruckten Magazinen greifen. Das ist ein Gegentrend zu Onlineangeboten, ähnlich wie die Faszination des Landlebens ein Gegentrend zur Urbanisierung ist. Außerdem gelangt die Hälfte unserer Auflage über unsere Shops, Partner wie die Haspa-Filialen und weitere ausgewählte Locations in unseren Vertriebsregionen zu den Lesern, die wir online so nicht erreichen würden. Viele Themen aus dem Magazin finden sich aber auch auf unserer Website wieder und werden zusätzlich über unsere Newsletter und Social-Media-Kanäle verbreitet. So verbinden wir unser Printmagazin mit unseren digitalen Kanälen.
 

Finke: Wie geht es weiter mit dem Magazin? Können Sie uns schon einen Vorgeschmack auf die nächste Ausgabe geben?

Seifert: Zunächst einmal sind wir gespannt auf das Feedback unserer Leser. Und hoffen, dass ihnen die „renovierte“ Ausgabe gefällt. Im Herbst-Heft greifen wir dann das Thema umweltverträgliches und gesundes Bauen auf. Außerdem gewährt uns die „Rebelle“-Gründerin Cécile Wickmann einen Einblick in ihr Unternehmen und gibt Tipps zu ihrem Standort Speicherstadt.
 

Finke: Frau Lüersen, Frau Seifert, ich danke Ihnen für das Gespräch und die Einblicke in den Relaunch.

 

Die Frühjahrs-Ausgabe des „Quadratmeter“-Magazins umfasst 44 Seiten und kann sowohl auf der Website gelesen als auch in den Shops abgeholt werden.

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