Hamburg und Umland: Marktbericht Immobilien Wohnen 2022

Wohnwünsche und Verfügbarkeiten in eklatantem Missverhältnis


Pressemitteilung | Hamburg
14.12.2021


Die Corona-Pandemie hat viele Entwicklungen ausgebremst. Nicht jedoch die Preissteigerungen für Bestands-Wohnimmobilien in Hamburg und Umland. Tatsächlich werden die durchschnittlichen Preise in diesem Marktsegment auch 2022 weiter anziehen, erwartet Grossmann & Berger, und zwar je nach Lage und Objekttyp zwischen 7,8 und 11,9 %.

Wesentlicher Preistreiber ist die extrem geringe Objektverfügbarkeit. Die Preisprognosen fasst der Immobiliendienstleister in seinem heute veröffentlichten Marktbericht Immobilien 2021/2022 Wohnen Hamburg und Umland zusammen.
 










Normale Immobilien werden zu Liebhaberpreisen gehandelt

In den urbanen Hamburger Hotspots ist die Preisentwicklung besonders dynamisch. Hier kollidiert die nochmals gestiegene Nachfrage mit einem verschwindend geringen Angebot. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass normale Immobilien wie Liebhaberobjekte gehandelt werden. Dem G&B Immobilienpreistrend zufolge werden daher 2022 die durchschnittlichen Preise für Standard-Häuser* in Hamburg um 8,9 % und für Standard-Wohnungen** um 7,8 % weiter nach oben klettern. Begünstigt wird diese Entwicklung von dem anhaltend niedrigen Zinsniveau. „Vor diesem Hintergrund steigt in einigen Lagen das Risiko einer Immobilienblase, da sich in Hamburg und dem Umland zusehends die Kaufpreise von den Mieten entkoppeln“, sagt Lars Seidel, Geschäftsführer von Grossmann & Berger. „Gegen dieses Risiko spricht jedoch, dass Käufer dank hoher Eigenkapitalanteile und niedriger Zinsen höhere Kaufpreise mit den gleichen Tilgungsraten wie vor fünf Jahren finanzieren können. Außerdem wird in Deutschland sehr konservativ mit langen Zinsbindungen finanziert. Spekulanten, deren Ziel Wertsteigerungen sind, sind hierzulande zudem eher selten, da die Renditen stark gesunken sind. Unter 2 Prozent wird in der Regel nicht mehr gekauft.“
 

Viele suchen gezielt im Umland

Am meisten werden die Kaufpreise allerdings für Häuser* im Umland zulegen, erwartet Grossmann & Berger, und zwar um 11,9 %. „Die Nachfrage hier ist noch immer enorm hoch und pandemiegetrieben. Die Schere zwischen Wohnwünschen und Verfügbarkeiten klafft allerdings immer weiter auseinander“, konstatiert Andreas Gnielka, Geschäftsleiter Wohnimmobilien Bestand/Vermietung/Kapitalanlagen bei Grossmann & Berger. „Mehr Wohnfläche, ein Garten oder Balkon lassen sich einfach nicht überall umsetzen, insbesondere dann nicht, wenn es kaum Angebot gibt.“ Durch das bisher vergleichsweise moderate Preisniveau und bislang auch vielfältigere Angebot suchen mittlerweile viele Interessenten bewusst vor den Toren Hamburgs. Das mobile Arbeiten hat zudem den Such- und Pendelradius erweitert. Die Pandemie und die veränderten Suchwünsche wirken sich auch auf die Preisentwicklung von Standard-Wohnungen** im Umland aus. In diesem Segment beträgt das Preisplus laut dem G&B Immobilienpreistrend 8,3 %. „Auch im Umland werden mittlerweile vor allem geräumige und ‚familientaugliche‘ Wohnungen gesucht“, hat Gnielka beobachtet.

Der Marktbericht Immobilien 2021/2022 Wohnen Hamburg und Umland steht auf unserer Website zum Download bereit.


G&B Immobilienpreistrend:
Einschätzung der erzielbaren Preise für Standard-Immobilien mit guter Bausubstanz und Ausstattung in guter Wohnlage:
* Standard-Einfamilienhaus: freistehend, mit Keller, mind. 130 m² Wfl., lagetypische Grundstücksgröße
** Standard-Eigentumswohnung: bezugsfrei, 3 Zimmer, rund 80 m² Wfl., 1. OG, Aufzug, Einbauküche

Pressekontakt

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Britt Finke


Bleichenbrücke 9
20354 Hamburg

b.finke@grossmann-berger.de

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