Nachhaltigkeit von Immobilien-Investments

Nachhaltig handeln und investieren


News | Hamburg
25.05.2021


Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist nicht erst seit gestern in aller Munde. Viele Bereiche wie Konsumgüterindustrie, Mobilität, Infrastruktur und die Politik setzen sich mit Nachhaltigkeitsaspekten auseinander. G&B-Geschäftsführerin Sandra Ludwig erläutert, welche Nachhaltigkeitskriterien bei gewerblichen Immobilien-Investments künftig zu beachten sind.

Etwa 35 Prozent des Endenergiebedarfs in Deutschland sind dem Gebäudesektor zuzuordnen. Mit Kosten von rund 73 Mrd. € pro Jahr hat dieser Bereich damit ein enorm großes Einsparpotenzial. Bisher gelten weltweit nur ca. ein Prozent der Gebäude als CO2-neutral. Seit jeher bezog sich Nachhaltigkeit bei Immobilienprodukten vorwiegend auf deren Wirtschaftlichkeit und auf die erzielbare Rendite. Die Immobilienwirtschaft steht nun vor der Aufgabe, entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig zu werden.

EU-Richtlinien für nachhaltige Immobilieninvestments

Durch die seit März 2021 geltende Taxonomie-Verordnung der EU werden ESG-konforme Investitionen zur Pflicht. Demzufolge unterliegen Produkte wie Immobilienfonds einem Klassifizierungssystem mit ökologischen Nachhaltigkeitszielen. Investoren müssen die notwendige Transparenz für ihre Anlageentscheidung offenlegen – bezogen auf das Erreichen eines Umwelt- oder Klimaziels (Environment), auf die Erreichung von sozialen Zielen (Social) und auf die Achtung von Arbeitsbedingungen sowie die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung (Governance).

Nachhaltigkeit bedeutet damit mehr als Wirtschaftlichkeit und Klimaneutralität. Auch in puncto soziale Nachhaltigkeit können und müssen wir mit dem Produkt Immobilie Verantwortung übernehmen. Mit dem Kauf von gefördertem oder altersgerechtem Wohnungsbau oder der Vermietung an soziale Einrichtungen oder Kitas können Investoren den ESG-Faktor „Social“ reflektieren.

Ein weiterer Aspekt für die Nachhaltigkeitsbewertung ist die Qualität der Unternehmensführung. Durch Richtlinien zur Verhinderung von Bestechung, Korruption oder Betrug oder ein nachhaltiges unternehmerisches Risikomanagement lässt sich der Faktor „Governance“ abbilden und messen. Hierzu gehört auch die Schaffung und Sicherstellung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.

Auch für Hamburg hat Nachhaltigkeit Priorität. So sollen die Ziele der Agenda 2030 als Stadt gemeinsam konsequent verfolgt werden. Für gewerbliche Immobilien-Investments wird es interessant zu beobachten, wie sich diese Nachhaltigkeitsaspekte auf die Rendite auswirken werden.

Pressekontakt

Visitenkarte
Berit Friedrich


Bleichenbrücke 9
20354 Hamburg

b.friedrich@grossmann-berger.de

040-350 802 620
Ich wünsche die Kontaktaufnahme per*


Mit * markierte Felder sind Pflichtangaben.

close
facebookKontakt