Neubau-Eigentumswohnungen 2018

Derzeit moderate Preisentwicklung, in kommenden Jahren spürbare Preisdynamik erwartet


Pressemitteilung | Hamburg
24.01.2019


Die durchschnittlichen Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen in Gesamt-Hamburg sind 2018 mit 4,2 % moderat gegenüber dem Vorjahr angestiegen. 2017 hatten die Preise noch einen leichten Rückgang nach dem starken Anstieg in 2016 verzeichnet. In den besonders gefragten Lagen, die Grossmann & Berger als Top‑23* zusammenfasst, stieg der durchschnittliche Kaufpreis um 3,6 %. Im Schnitt wurde für eine Neubau-Eigentumswohnung in Gesamt-Hamburg ein Quadratmeterpreis von 5.460 € aufgerufen, in den Top-23-Wohnlagen 6.950 €/m² Wfl.
 
Weiterer Preisanstieg von bis zu 10 %
„Nach den besonders starken Preissteigerungen im Jahr 2016 und in den Jahren zuvor kann nun erstmals von einer Verlangsamung des Preisanstiegs gesprochen werden“, sagt Frank Stolz, Geschäftsleitung Neubau Hamburg bei Grossmann & Berger. Bemerkbar macht sich dies unter anderem in den Top-23-Lagen, wo die Preise 2016 noch um 17 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen waren. „Dass sich damit ein Zyklus dem Ende zuneigt, halten wir für unwahrscheinlich. Die weiterhin stark wachsende Bevölkerung, die nach wie vor zu geringen Fertigstellungszahlen sowie die anhaltend günstige Zinssituation dürften die Nachfrage nach Wohnraum weiter bestärken“, so Frank Stolz. Daher geht Grossmann & Berger nur von einer kurzfristigen Marktberuhigung aus und rechnet für die nächsten drei Jahre mit Preissteigerungen bei Neubau-Eigentumswohnungen zwischen 5 und 10 % pro Jahr.
 
Große Preisspanne je nach Lage und Objekt
Im Mittel kostete eine Neubauwohnung 2018 in Hamburg 518.500 € bei einer Größe von 94 m² und 3,1 Zimmern. Das günstigste Objekt wurde 2018 in Farmsen-Berne verkauft. Hier handelt es sich um eine Vier-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss und Souterrain für 2.900 €/m² Wfl. Die teuerste in der Auswertung von Grossmann & Berger berücksichtige Wohnung, die 2018 erworben wurde, kostete rund 16.000 €/m² Wfl. und befindet sich am Alsterufer im Stadtteil Rotherbaum. Ein absolutes Ausnahmeobjekt im Neubau-Segment von Hamburg war 2018 die Wohnung in der Elbphilharmonie, die für über 38.500 €/m² Wfl. an den neuen Eigentümer ging.
 
Bahrenfeld und Barmbek-Nord sind neue Top-Lagen
Insbesondere die Top-Lagen sind weiterhin von einer Angebotsknappheit gekennzeichnet. Zu den Gründen zählt die in einigen Stadtteilen erlassene soziale Erhaltungsverordnung, die das Potenzial für Neubauten begrenzt. Besonders gering war das Angebot an Neubau-Objekten in den vergangenen Jahren in Stadtteilen wie Harvestehude, St. Georg, Sternschanze und St. Pauli. Durch diese Angebotsverknappung findet zunehmend eine Verschiebung in andere Lagen statt. Im Fokus der Immobiliensuchenden stehen derzeit besonders die Stadtteile Bahrenfeld und Barmbek-Nord. In Bahrenfeld kostete eine Neubau-Eigentumswohnung 2018 im Schnitt 5.550 €/m² Wfl., in Barmbek-Nord lag der Durchschnittswert bei 5.730 €/m² Wfl. Diesem Trend der Lagenverschiebung hat Grossmann & Berger seine Auswertung angepasst und die Zahl der Top-Lagen von bisher 21 auf 23 erhöht.
 
Die Anzahl der erfassten Neubau-Projekte in Gesamt-Hamburg ist 2018 auf 110 gestiegen (2017: 86), jedoch blieb die Anzahl der Wohneinheiten mit 1.745 nahezu unverändert. In den Top-23-Wohnlagen fielen die Grundrisse mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 88 m² kompakter aus. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Quadratmeterzahl von Eigentumswohnungen in den begehrten Lagen somit spürbar kleiner geworden (2015: 106 m²).
 
Premium-Segment neu definiert
Im Zuge der allgemeinen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren hat Grossmann & Berger nun das Premium-Segment neu definiert und die Preisuntergrenze von 8.000 €/m²/Wfl. auf 10.000 €/m² Wfl. erhöht. Im Durchschnitt kostete ein Quadratmeter in diesem Segment in Hamburg 2018 13.100 €/m² Wfl. Im Fünf-Jahres-Vergleich bedeutet dies einen eher moderaten Preisanstieg von 10,5 %. Jedoch hat sich die Anzahl der angebotenen Wohnungen erhöht, die Größe der Wohnungen hat sich bezogen auf die durchschnittliche Wohnfläche (108 m²) und die Zimmeranzahl (2,9 Zimmer) verkleinert.
 
 
* Zu den Top-23-Wohnlagen im Neubaubereich zählt Grossmann & Berger 23 Stadtteile mit der höchsten Nachfrage: Alsterdorf, Altona-Altstadt/Altona-Nord, Bahrenfeld, Barmbek-Nord/Barmbek-Süd, Eilbek/Hohenfelde, Eimsbüttel/Hoheluft-West, Eppendorf/Hoheluft-Ost, HafenCity, Harvestehude, Lokstedt, Othmarschen, Ottensen, Rotherbaum, St. Georg, St. Pauli/Sternschanze, Uhlenhorst, Winterhude.
 
Der detaillierte Marktbericht erscheint Anfang April zum Download auf unserer Website.

Bildunterschrift: Eines der 2018 gestarteten Neubau-Projekte in Hamburg ist „Anker 98“. Zwischen Bernadottestraße und Elbchaussee gelegen, verteilen sich 19 neue Wohneinheiten auf zwei Gebäude. Quelle: Grossmann & Berger GmbH

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