Wissenswertes – Wohnen im Alter

Wir beantworten Ihre Fragen


  1. Wohnen im Alter – Herausforderungen und Wohnformen
    1. Herausforderungen beim Wohnen im Alter

    2. Barrierefreies Wohnen

    3. Betreutes Wohnen

    4. Alternative Wohnformen

  2. Bei Auszug – Verkauf oder Vermietung?
    1. Vermietung

    2. Verkauf


       

1. Wohnen im Alter – Herausforderungen und Wohnformen

a. Herausforderungen beim Wohnen im Alter

Wie werden wir im Alter wohnen? Wie lange werden wir noch eigenständig leben können – ohne körperliche und psychische Einschränkungen? Solche und ähnliche Fragen stellen sich Menschen mit zunehmendem Alter immer häufiger. Bei diesem emotionalen Thema gibt es keine einfachen Antworten, da die Bewohner meist viele Jahre in den eigenen vier Wänden verbracht haben und diese nicht einfach so aufgeben wollen.

Dennoch merken Menschen der älteren Generation, dass das Wohnen im Alter zunehmend schwieriger wird:

  • Kleine Hürden erschweren den Alltag, wenn die Immobilie nicht barrierefrei gestaltet ist
  • Notwendige Instandhaltungen kosten Geld und sind körperlich immer schwerer zu meistern
  • Nach dem Auszug der Kinder stehen viele Räume leer und bleiben ungenutzt

Und wenn schweren Herzens über einen Verkauf nachgedacht wird, stellt sich die Frage nach dem neuen Besitzer: Sind die Kinder bereit zu diesem Schritt oder wird es an einen anderen Interessenten verkauft?

b. Barrierefreies Wohnen

Die Entscheidung, ob Umbaumaßnahmen zum barrierefreien Wohnen an einer Immobilie durchgeführt werden, sollte neben der emotionalen Betrachtung auch monetär gut kalkuliert sein. Neben kleineren Aufwänden zur Verbesserung der täglichen Wohnsituation sind viele der notwendigen Umbaumaßnahmen für barrierefreies Wohnen recht kostspielig. Es ist somit ratsam sich vorab einen Überblick zu verschaffen, welche Anpassungen insgesamt an der Immobilie notwendig wären. Auf Basis dieser Übersicht lässt sich dann eine Entscheidung für oder gegen die Umbaumaßnahmen und somit ggf. doch für den Immobilien-Verkauf leichter treffen.

Häufig stellt es aber bereits eine große Verbesserung dar, wenn die Immobilie altersgerecht eingerichtet wird. Bei einer Gehbehinderung oder anderen körperlichen Einschränkungen sind die vertrauten Räume plötzlich nicht mehr so einfach nutzbar.

Da jede Immobilie anders aufgebaut ist, gibt es keine allgemeingültige Liste und diese Entscheidung muss jeweils individuell betrachtet werden. Für den Umbau der Immobilie ist es dabei vielleicht sogar ratsam auch  professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die häufigsten Barrieren werden folgend einmal betrachtet.

Eingangsbereich
Bereits beim Betreten von Wohnung oder Haus können sich Barrieren auftun. Die Eingangstür zum Gebäude etwa sollte leicht zu öffnen und zu schließen sein. Für Rollstuhlfahrer sollte sie per Schalter zu bedienen sein. Weitere Hilfen für Rollstuhlfahrer sind Rampen anstelle von Treppen, rutschhemmende Bodenbeläge und Flure mit ausreichend Platz.

Treppen und Schwellen
Eines der häufigsten Hindernisse stellt im Haus der Treppenaufgang dar. Diese Barriere kann mit einem Treppenlift überwunden werden. Für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen können aber  auch bereits kleine Schwellen zwischen den Türrahmen eine Hürde im Alltag darstellen. Rollstühle passen bei zu engen Türen womöglich nicht durch den Rahmen, diese müssten somit vergrößert werden.

Badezimmer
Schlaf-und Wohnzimmer, sowie die Küche müssen ebenfalls von Barrieren befreit werden. Besonders anspruchsvoll aber ist das Badezimmer. Von einer bodengleichen Dusche über die richtige Höhe des Waschbeckens bis hin zu Haltegriffen am WC gibt es hier viele Aspekte zu bedenken.

Um einen genauen Plan zu haben und die Kosten des individuellen Bedarfes zu ermitteln, sollte ein Experte involviert werden. Dieser kann Ihnen aufzeigen, welche Maßnahmen für Sie erforderlich sind und kann Ihnen dabei auch die Kosten ermitteln. Grundsätzlich muss auch geprüft werden, ob ein Umbau überhaupt machbar ist. Sprechen Sie uns an. Wir vermitteln Ihnen gern einen geeigneten Berater.

c. Betreutes Wohnen

Eine beliebte Variante ist das Wohnen in der eigenen, altersgerechten Wohnung im Rahmen eines Wohn-Projektes für ältere Menschen. Hierzu muss zwar das eigene Heim aufgegeben werden, die Einrichtung kann aber in Teilen mitgenommen werden. Ein Betreuungsservice ist dabei im Haus vorhanden. Meist muss ein Grundpaket gebucht werden, wodurch Hilfeleistungen zur Verfügung stehen, wenn diese benötigt werden. Dazu kommen ein Hausnotruf sowie Kontaktmöglichkeiten mit den anderen Bewohnern. Häufig gibt es Angebote in den Gemeinschaftsräumen wie etwa Spielerunden oder Treffen zu Kaffee und Kuchen.

Bei Bedarf können Zusatzleistungen hinzugebucht werden, so dass die Pflege genau an den jeweiligen Bedarf angepasst werden kann. Dazu zählen etwa Essen auf Rädern, Verpflegungsangebote in der Anlage, Hausmeisterservice für kleinere Reparaturen in der Wohnung, Wäscheservice, Reinigungsservice für die Wohnung, Fahrservice für Arzttermine, zum Einkaufen oder bei anderen Terminen, ambulante Pflege oder Freizeitangebote. Wenn eine starke Pflegebedürftigkeit einsetzt, kann allerdings ein erneuter Umzug in ein Pflegeheim notwendig werden. Dies hängt sehr stark von den angebotenen Pflegemöglichkeiten in der Anlage und dem Grad der Pflegebedürftigkeit ab. Daher sollten die Pflegeleistungen der Anlage vorab genau geprüft werden.

d. Alternative Wohnformen

Einigen älteren Menschen wird die eigene Immobilie nach dem Auszug der Kinder und mit den später allmählich schwindenden Kräften  zu groß. Die leerstehenden Zimmer vermitteln den Eindruck, einsam und ungemütlich zu wohnen. In diesem Fall können auf den ersten Blick ungewöhnliche Wohnformen eine echte Alternative bieten. Wohngemeinschaften (WGs) etwa werden schon lange nicht mehr nur von Studenten gegründet. Auch im höheren Alter kann das tägliche Miteinander und der Austausch mit Gleichaltrigen Freude machen. Zudem ist immer jemand in der Nähe, der bei Problemen Hilfe und Unterstützung geben kann. Die sogenannten Alters – WGs sind auf dem Vormarsch und genießen eine hohe Nachfrage. Vielleicht bietet Ihre Immobilie die Möglichkeit eine WG zu gründen, oder Sie wollen Teil einer WG in einer anderen Lage werden.

Spannend ist auch das Konzept der Mehrgenerationenhäuser: Wie in der klassischen Großfamilie leben hier mehrere Generationen zusammen unter einem Dach. Im besten Fall können die Menschen unterschiedlichen Alters voneinander profitieren. Die Älteren bringen jede Menge Lebenserfahrung und Gelassenheit mit. Und die Jungen tragen problemlos die Einkäufe in die Küche.

Sie sollten prüfen, ob das Haus so umgebaut werden kann, dass man zwei vollwertige Wohnungen begründen kann. Denn ein Rückzugsort für die einzelnen Familienteile sollte es immer geben.

Eine weitere Möglichkeit für die Besitzer von größeren Einfamilienhäusern ist auch ein Teilverkauf. In der heutigen Zeit sind Wohnungen in Einfamilienhäusern sehr gefragt. Wenn zum Beispiel das Dachgeschoss groß genug ist, dass mindestens 2 Zimmer, Küche und Bad entstehen können, ist das eine echte Alternative. Ist die Wohnung hergerichtet, kann ein Wohnungsrecht begründet werden. Somit erhält die Wohnung ein eigenes Grundbuchblatt und kann separat verkauft werden. Ist das enge Zusammenleben auf dem Grundstück für Sie kein Problem, kann diese Art des Teilverkaufs eine echte Alternative sein. Sprechen Sie unsere Experten gern dazu an. Wir freuen uns Sie zu Beraten.

2. Bei Auszug – Vermietung oder Verkauf?

Möglichkeiten wie das betreute Wohnen, Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhäuser sind sinnvolle Alternativen zum zunehmend einsamer werdenden Wohnen im Alter. Eines haben jedoch alle Alternativen gemeinsam: Die eigenen vier Wände müssen aufgegeben werden. Dazu muss entschieden werden, ob die Immobilie vermietet oder verkauft werden soll. Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile beider Varianten vor.

a. Vermietung

Sowohl bei der Vermietung als auch beim Verkauf einer Immobilie ist das Wissen um das derzeitige Preisniveau entscheidend. Man sollte mit den marktgängigen Mietkonditionen vertraut sein und die eigene Immobilie in diese einordnen können. Dazu ist es wichtig, den passenden Mieter zu finden. Neben einem guten persönlichen Eindruck kann eine freiwillige Selbstauskunft oder eine Schufa-Abfrage Sicherheit über die Bonität des potenziellen Mieters liefern. Ohne einen geeigneten Dienstleister stellt die Vermietung einer Immobilie eine schwierige Aufgabe dar – gerade für ältere Menschen.

Vorteile einer Vermietung
  • Steuerliche Vorteile
  • Regelmäßiger Geldfluss
  • Kurzfristige Umsetzung möglich
  • Flexibilität hinsichtlich der späteren Nutzung
  • Auch Teilvermietungen sind in einzelnen Fällen möglich
Nachteile einer Vermietung
  • Mietausfallrisiko
  • Laufende Instandhaltungsarbeiten
  • Aufwand bei Mietersuche und -wechsel
  • Mögliche Rechtsstreitigkeiten mit Mietern
  • Regelmäßige Abstimmungen bei mehreren Eigentümern (bspw. Erbengemeinschaft)

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b. Verkauf

Mehr noch als bei der Vermietung ist der endgültige Verkauf der eigenen Immobilie eine emotionale Angelegenheit. Einen großen Teil seines Lebens haben die Menschen in ihrem Eigenheim verbracht und müssen dieses nun einem neuen Besitzer übergeben. Bevor es jedoch dazu kommt, ist einiges an Planung und Vorbereitung vonnöten.

In der Regel ist der Verkauf der beste Schritt, wenn man die Immobilien nicht mehr benötigt. Hier wird der Wert direkt liquidiert und man kann den Kaufpreis zum Beispiel in die neue Wohnform einsetzen.

Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses sind Immobilienmakler älteren Menschen eine große Stütze. Das fängt ja schon bei der persönlichen Betreuung an: Man ist nicht allein und hat ständig einen Berater an seiner Seite. Bei Grossmann & Berger teilen wir den Verkaufsprozess in vier Schritte auf:

1. Einwertung Ihres Hauses

  • Bewertung von Zustand und Ausstattung
  • Analyse des Angebots im lokalen und regionalen Umfeld
  • Erarbeitung einer marktgerechten Bewertung mit einem Objekt-Angebotspreis

2. Marketing-Maßnahmen

  • Erstellung eines Exposés mit detaillierten Informationen, Lageplan und Flurkarte
  • Entwicklung und Umsetzung einer individuellen Marketingstrategie
  • Ansprache ausgewählter Interessenten

 3. Besichtigungen und Kundenauswahl

  • Persönliche und individuelle Terminabsprachen mit Kaufinteressenten
  • Koordination und Durchführung von Besichtigungen
  • Bonitätsprüfung von Interessenten

4. Notartermin und Übergabe

  • Begleitung bei Verhandlungen und Beurkundungen
  • Betreuung nach Vertragsabschluss
 
Die Eigentümer sind bei allen Überlegungen mit einbezogen und die finale Entscheidung liegt immer bei ihnen selbst.
 

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