Einzelhandel Hamburg-Innenstadt 2018 / 2019

Mieten für Einzelhandelsflächen kehren auf gemäßigtes Niveau zurück


Pressemitteilung | Hamburg
26.02.2019


Der Rückgang der erzielbaren Maximalmieten für Einzelhandelsflächen in der Hamburger City hat sich auch 2018 fortgesetzt. So lagen die Spitzenpreise für Mietflächen in einigen etablierten Lagen um 10 bis 20 €/m²/Monat unter dem Vorjahresniveau. „Die Rückkehr der Mieten auf ein gemäßigtes Niveau, auch in den exklusiven Lagen, ermöglicht die Etablierung neuer, innovativer Konzepte auf dem Hamburger Markt und die Erweiterung des vorhandenen Branchenmixes“, erläutert Sven Bechert, Bereichsleiter Einzelhandel bei Grossmann & Berger, Mitglied von German Property Partners (GPP).
 
Mieten für große Flächen sinken am stärksten
Die höchste erzielbare Maximalmiete in der Hamburger Innenstadt liegt momentan bei 290 €/m²/Monat für Flächen zwischen 80 und 120 m² in der Spitalerstraße. Dies sind 20 € weniger als im Vorjahr. Ein solcher Preisrückgang lässt sich insbesondere für größere Flächen zwischen 300 und 500 m² feststellen. Dies betrifft ebenfalls unter anderem die Spitalerstraße, aber auch die Mönckebergstraße und den Jungfernstieg. Ein Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Verhandlungsbereitschaft der Immobilieneigentümer angesichts der perspektivischen Flächenzunahme des Einzelhandels in der City und der HafenCity. Darüber hinaus geht auch der Trend hin zu kleineren Flächen. „Mit kleineren Läden versuchen die Unternehmen, ihre Flächeneffizienz zu steigern“, kommentiert Bechert. So waren 2018 mit 42 % der abgeschlossenen Mietverträge vor allem Flächen bis 150 m² im Fokus der Retailer.
 
Möbel/Einrichtung drängt auf den Markt vor
Mit etwa 60 Verträgen lag die Anzahl an Neuanmietungen leicht über dem Niveau des Vorjahres (55 Verträge). Jedoch fiel der Flächenumsatz mit 18.200 m² aufgrund fehlender großflächiger Abschlüsse über 2.000 m² etwas geringer aus als 2017 (-2 %). Anders als in den Vorjahren waren 2018 die wichtigsten Flächenabnehmer nicht Unternehmen aus dem Bereich Mode/Bekleidung, sondern mit 25 % Geschäfte aus dem Bereich Möbel/Einrichtung. Größter Mietvertrag in dieser Branche war mit etwa 1.000 m² die Anmietung von H&M Home in der Mönckebergstraße 11. Daneben trug die temporäre Anmietung des Einrichtungshauses Westwing am Neuen Wall 72 wesentlich zu dem starken Flächenumsatzergebnis der Branche bei.
 
Größte Flächenvermietungen in der Bekleidungsbranche
Zweitgrößter Flächenabnehmer war 2018 der Bereich Mode/Bekleidung, dessen Umsatzanteil mit 23 % unter dem Wert des Vorjahres von 29 % lag. Mit etwa 1.400 m² Mietfläche fällt der größte Mietvertragsabschluss 2018 in dieses Segment. Dabei handelt es sich um die Fläche in der Mönckebergstraße 11, die der schwedische Textilanbieter Arket aus dem Markenportfolio von H&M im Oktober eröffnete. In der gleichen Adresse hat die Otto-Tochter bonprix eine Ladenfläche angemietet, wo ab Frühjahr 2019 digital unterstütztes Einkaufen möglich sein soll. Eine App übernimmt hier die Arbeit eines Einkaufsassistenten.
 
Wachsende Gastronomie in den Einkaufsstraßen
Eine ebenfalls wichtige Branche für den Einzelhandel ist die Gastronomie, deren Anteil mit 18 % unverändert geblieben ist. Vor allem Anbieter von Außer-Haus-Produkten sorgten für ein reges Marktgeschehen. Neben Gastronomiemeilen wie der „Europa Passage“ und der „Perle Hamburg“ wird das gastronomische Angebot auch in den Einkaufsstraßen ausgebaut. Dazu zählen „L’Osteria“ (Bleichenbrücke 9-11), „Hans im Glück“ (Brandsende 6 – 10) und „Espresso House“ (Alstertor 1 und Kurze Mühren 4), die 2018 Flächen in der City angemietet haben.
 
Neue Ladenkonzepte verändern den Einzelhandelsmarkt
Wie das neue avisierte Ladenkonzept von bonprix zeigt, sorgt der Einzelhandelsmarkt derzeit durch verschiedene neue Konzepte für Aufsehen. Ein weiteres Beispiel dafür ist die genannte temporäre Anmietung durch Westwing am Neuen Wall. Für Aufsehen sorgte auch das Internet-Unternehmen Google, das im Herbst 2018 für vier Wochen eine Fläche in der Premiumlage Große Bleichen anmietete, um sein neuestes Smartphone „Google Pixel“ zu präsentieren. „Immer öfter nutzen Online-Marken die temporären Geschäfte zur Präsentation ihrer Waren und zur Steigerung ihrer Markenbekanntheit“, erklärt Bechert diesen Trend und ergänzt: „Die zunehmende Bedeutung des Online-Handels und die damit verbundenen Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel wirken sich auf die vorhandenen Geschäftsstrukturen in Hamburg aus. Nicht nur der Einzelhandel, sondern auch die Eigentümer sind dadurch gezwungen, sich an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.“
 
Der detaillierte Marktbericht steht auf unserer Website zum Download bereit.

Bildquelle: Christine Prexel

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